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Hochzeitsfibel Steiermark - Vom Aufgebot bis zur Zeremonienplanung - Die Hochzeitstorte

Die Hochzeitstorte Hochzeitstorten bieten Bäckern oder Konditoren die Gelegenheit, nicht nur ihre Kreativität unter Beweis zu stellen, sondern zu zeigen, dass auch der Geschmack der Torte dem Design entspricht. Für die meisten Brautpaare ist die Hochzeitstorte (fast) genauso wichtig, wie die perfekte Garderobe: eine zuckersüße Pracht mit Marzipanornamenten sowie Schokoladen-, Obers- oder Zuckergussverzierungen. Auch leichtere Variationen mit Obst erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Brauch, nach der feierlichen Eheschließung das anschließende Hochzeitsmahl mit einem Kuchen abzurunden, ist Jahrtausende alt. SchließlichstellteeineEheschließungimmerschoneinherausragendesEreignisimLebenderMenschendar. Hochzeitskuchen im antiken Griechenland Bereits vor rund 2500 Jahren, im alten Griechenland, kamen Köstlichkeiten mit der Bezeichnung „Hoch- zeitskuchen” auf den Tisch. So berichtete der Grieche Antiphanes schon im 5. Jahrhundert vor Christus von einem Sesamhochzeitsgebäck. Wie auch der große griechische Komödiendichter Aristophanes, der 425 vor Christus in seinem Stück „Die Acharner” ein Hochzeitsessen mit den Worten beschrieb: „Zum Festmahl komm‘ sogleich mit deinem Korb. Honigkuchen, Sesamstriezeln, Fladen, Krapfen …” Die Athener kannten ein raffiniertes Backwerk namens „Melipekton” (mel = frz. miel = Honig; pekton = Kuchen, Fladen), eine Art Honigkrapfen. Überhaupt durfte das gemeinsame Essen des Hochzeitskuchens schon in der Antike bei keiner Hochzeitstafel fehlen, verband es doch symbolisch das Brautpaar und dessen Sippschaften. Hochzeitskuchen im alten Rom Ein weiteres Beispiel findet man in der Römerzeit: Bei der Hochzeitsfeier von vornehmen Patriziern wurde ein einfacher Kuchen geopfert, von dem das Brautpaar je ein Stück erhielt. Der renommierte Schweizer Brot- und Gebäckarchäologe Dr. Max Währen vergleicht dies, dem Sinn nach, mit einer Hostie. So lässt sich auch die Anweisung des römischen Rechtsgelehrten Gaius zu Beginn des 2. Jahrhunderts nach Christus verstehen: „Mit Brot / Kuchen schließt man die Ehe, was Gott Jupiter gilt”. Eine Bestätigung der Eheschließung vor höheren Mächten also. Hochzeitstorte im Orient UnabhängigvonsolchsüßenTraditionenkamdieeigentlichezuckersüßeHochzeitstortewohlimgenussfreu- digen Orient auf, wo Luxusgüter wie Zucker, aber auch Rosenwasser, Marmelade und Marzipan schon viel früher als in Europa etabliert waren. Im Jahre 1087, so weiß man, wurde hier anlässlich der Eheschließung des Kalifen Bearitae Maskadi ein wahrer Tortentraum geschaffen. In Europa hingegen kannte man den zuckersüßen oder gar mehrstöckigen Hochzeitskuchen selbst im Mittelalter noch nicht. Die neue Süße Den Anfang wirklicher Prunktorten in Europa machte eine entscheidende Neuerung des 16. Jahrhunderts möglich. Nämlich der billiger gewordene Rohrzucker von den Kanarischen Inseln und später aus Mittel- :: 98 :: Hochzeitsfibel Steiermark

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