Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Hochzeitsfibel Steiermark - Vom Aufgebot bis zur Zeremonienplanung - Allgemeines

Allgemeines In Österreich gilt seit 1. August 1938 der Grundsatz der obligatorischen Zivilehe. Gemäß § 15 des Ehegesetzes kommteineEheimInlandnurzustande,wenndieEheschließungvoreinem/einerStandesbeamten/Standes- beamtin stattgefunden hat. Im § 17 des cit. Gesetzes ist festgelegt, dass die Ehe dadurch geschlossen wird, dassdieVerlobtenvordemStandesbeamtenpersönlichundbeigleichzeitigerAnwesenheiterklären,dieEhe miteinander eingehen zu wollen. Die Verlobten können das Standesamt, vor dem sie in Österreich die Ehe eingehen möchten, frei wählen. Dies wird anlässlich der Ermittlung der Ehefähigkeit (Aufgebot) bekannt gegeben. Zuständig für die Ermittlung der Ehefähigkeit ist jene Personenstandsbehörde (Standesamt), in deren Amtsbereich einer der Verlobten seinen Wohnsitz oder Aufenthalt hat. Kirchliche (konfessionelle) Eheschließungen bewirken seit 1. August 1938 in Österreich keine staatliche Rechtsgültigkeit (keine Familiennamensänderung, kein Erbrecht, kein Pensionsanspruch etc). Eine Eheschließung im Ausland ist für den österreichischen Rechtsbereich gültig, wenn entweder die „Ortsform”, also die Form des betreffenden ausländischen Staates, eingehalten worden ist oder die Ehe- schließungsform dem Heimatrecht beider Verlobten entspricht. Erforderliche Dokumente zur Ermittlung der Ehefähigkeit Beide Verlobte ledig, voll geschäftsfähig und österreichische Staatsbürger: 1. Amtlicher Lichtbildausweis 2. Abschrift aus dem Geburtenbuch, deren Ausstellung nicht länger als sechs Monate zurück liegt; bei im Ausland Geborenen: Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde oder eine einer solchen entsprechenden Urkunde, nicht älter als sechs Monate. 3. Staatsbürgerschaftsnachweis (Ausländer: Reisepass). 4. Nachweis des Hauptwohnsitzes, gegebenenfalls auch des Aufenthaltes. 5. Geburtsurkunde gemeinsamer vorehelicher Kinder. 6. Nachweis über die Berechtigung zur Führung akademischer Grade und Standesbezeichnungen. 7. Wenn bereits Vor-Ehen gegeben waren: Die Heiratsurkunden aller früheren Ehen und den Nachweis über deren Auflösung oder Nichtigkeitser- klärung. Dazu sind Sterbeurkunde oder Scheidungsbeschluss-Scheidungsurteil notwendig. Ein solches Urteil hat für den Zweck der neuerlichen Eheschließung ausschließlich mit RECHTSKRAFTSTEMPEL seine Gültigkeit. Diesen Rechtskraftstempel muss sich der oder die Heiratswillige vor dem Weg zum Aufgebot am Bezirksgericht abholen. Für Verlobte zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr wird zusätzlich benötigt: 8. Gerichtsbeschluss über die Ehemündigerklärung. 9. Einwilligung des gesetzlichen Vertreters und der Person, der die Pflege und Erziehung zustehen, oder 23 :: Hochzeitsfibel Steiermark ::

Seitenübersicht