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Hochzeitsfibel Steiermark - Vom Aufgebot bis zur Zeremonienplanung - Eheverbote

2. Staaten, die so wie Österreich dem multilateralen „Haager Beglaubigungsübereinkommen” vom 5.Oktober1961,alsVertragstaatenbeigetretensind,welchesalseinzigeFörmlichkeitfürdiegegenseitige Anerkennung von öffentlichen Urkunden die Apostille vorsieht. 3. Staaten, mit denen Österreich weder ein bilaterales noch ein multilaterales Abkommen zur Befreiung von Urkunden von der Beglaubigung abgeschlossen hat und wo daher die Anerkennung von Urkunden durch die förmliche Beglaubigung der Urkunden als völkerrechtliche Staatenpraxis zur Anwendung kommt (Beglaubigung der Urkunden durch die österreichische Vertretungsbehörde im Ausland oder durch das Legalisierungsbüro des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten). Fremdsprachige Urkunden bedürfen einer Übersetzung durch einen in Österreich zugelassen allgemein beeideten gerichtlich zertifizierten Dolmetscher oder Übersetzer. Übersetzungen haben nur in Verbindung mit dem dazugehörigen Original volle Beweiskraft. Eheverbote Eheverbote sind im weiteren Sinn Umstände, bei deren Vorliegen der Standesbeamte keine Trauung durchführen darf. Eheverbote sind: 1. Blutsverwandtschaft (Blutsverwandte in gerader Linie und zwischen voll- und halbbürtigen Geschwis- tern, gleichgültig ob die Verwandtschaft auf ehelicher oder unehelicher Geburt beruht). 2. Annahme an Kindesstatt (besteht nur zwischen dem angenommenen Kind und seinen Abkömmlingen einerseits und dem Annehmenden andererseits. Wird die Adoption beseitigt, so ist auch das Ehehindernis hinfällig). 3. Doppelehe (niemand darf zur gleichen Zeit mit mehr als einer Person verheiratet sein. Wenn eine Per- son schon verheiratet war, kann eine neue Ehe nur dann eingegangen werden, wenn die frühere Ehe aufgelöst oder für nichtig erklärt wurde). Auflösung der mangelhaften Ehe: Schwerwiegende Fehler bewirken die Mangelhaftigkeit der Ehe, sind im Ehegesetz aufgezählt und können je nach ihrer Art zur Nichtigerklärung oder Aufhebung der Ehe führen, welche durch ein richterliches Urteil erfolgen muss. Nichtigkeitsgründe: 1. Formmangel (wenn die Eheschließung nicht in der durch das Ehegesetz vorgeschriebenen Form statt- gefunden hat). 2. Mangel der Geschäftsfähigkeit (wenn einer der Ehegatten im Zeitpunkt der Eheschließung geschäftsun- fähigwarodersichimZustandderBewusstlosigkeitodervorübergehendenStörungderGeistesfähigkeit befand z.B. Alkoholisierte, Drogen etc.). 3. Namens- und Staatsangehörigkeitsehe (wird eine Ehe ausschließlich oder überwiegend zu dem Zwe- cke geschlossen, der Frau oder dem Mann den Familiennamen des anderen Ehepartners oder dessen Staatsangehörigkeit zu verschaffen, so ist diese Ehe nichtig. Die Parteien wollen hier im gegenseitigen Einverständnis keine Ehe im Sinne einer Lebensgemeinschaft eingehen). 25 :: Hochzeitsfibel Steiermark ::

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