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Hochzeitsfibel Steiermark - Vom Aufgebot bis zur Zeremonienplanung - Namensführung der Ehegatten (§ 93 ABGB)

4. Doppelehe (wenn ein Partner bei der Eheschließung noch verheiratet war). 5. Blutsverwandtschaft 6. Wiederverheiratung bei Todeserklärung (es besteht auch dann ein Nichtigkeitsgrund, wenn bei der Wiederverheiratung beide Partner der neuen Ehe wussten, dass der für tot erklärte Gatte der Vorehe eines Verlobten noch lebt). Das richterliche Urteil vernichtet die Ehe rückwirkend (ex tunc), so dass die Gatten als von Anfang an nicht verheiratet gelten. Durch die Nichtigerklärung erhält jeder Gatte wieder seinen früheren Familiennamen. Ehelich geborene Kinder aus nichtigerklärten Ehen bleiben ehelich, behalten ihren Familiennamen und werden nach Nichtigerklärung so behandelt, wie Kinder aus anderen aufgelösten Ehen. Aufhebungsgründe: 1. Mangelnde Einwilligung des gesetzlichen Vertreters. 2. Irrtum. a) Irrtum über den Charakter des Geschäftes (Eheschließung) b) Irrtum darüber, dass eine Erklärung zum Eheabschluss abgegeben wird c) Irrtum über die Identität des Partners d) Irrtum über Umstände, welche die Person des Partners betreffen und die den Irrenden bei Kenntnis der Sachlage und richtiger Würdigung des Wesens der Ehe von ihrer Eingehung abgehalten hätten. 3. Arglistige Täuschung und Drohung (wenn ein Ehegatte zur Heirat durch arglistige Täuschung oder durch widerrechtliche Drohung gedrängt worden ist, so hat er ein Recht auf Aufhebung der Ehe). Die Aufhebung der Ehe führt nicht zu ihrer Beseitigung ex tunc (rückwirkend), sondern zu einer Auflösung ab jetzt (ex nunc-Wirkung). Namensführung der Ehegatten (§ 93 ABGB) Die Verlobten, deren Personalstatut das österreichische Recht ist, können vor oder bei der Eheschließung durch Erklärung gegenüber dem Standesbeamten in öffentlich oder öffentlich beglaubigter Urkunde ihren Familiennamen in der Ehe bestimmen. Derjenige Verlobte, der als Ehegatte den Familiennamen des anderen als gemeinsamen Familiennamen zu führen hat, kann dem Standesbeamten vor oder bei der Eheschließung erklären, bei der Führung des gemeinsamen Familiennamens diesem seinen bisherigen Familiennamen unter Setzung eines Bindestriches zwischen den beiden Namen voran- oder nachzustellen. Dieser Ehegatte ist zur Führung des Doppelnamens verpflichtet. Eine andere Person kann ihren Namen nur vom gemeinsamen Familiennamen ableiten. DerjenigeVerlobte,dermangelseinerBestimmungdenFamiliennamendesanderenEhegattenalsgemeinsa- men Familiennamen zu führen hätte, kann dem Standesbeamten gegenüber vor oder bei der Eheschließung erklären, seinen bisherigen Familiennamen weiter zu führen. Auf Grund einer solchen Erklärung führt jeder Ehegatte seinen bisherigen Familiennamen weiter. In diesem Fall haben die Verlobten den Familiennamen der aus der Ehe stammenden Kinder zu bestimmen. :: 26 :: Hochzeitsfibel Steiermark

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