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Hochzeitsfibel Steiermark - Vom Aufgebot bis zur Zeremonienplanung

Schulden des anderen haften, sofern Sie nicht aufgrund einer übernommenen Bürgschaft oder eines Soli- darschuldverhältnisses dazu verpflichtet sind. Die Ehepartner können über das Vermögen individuell im Rahmen von güterrechtlichen Verträgen, soge- nannten Ehepakten, entscheiden. Damit können Sie individuelle Vereinbarungen über das Schicksal ihres Vermögens treffen. Regelungen durch Eheverträge sind insbesondere bei einem Abgehen von gesetzlichen Bestimmungen als auch bei hohen Vermögenswerten, die in die Ehe eingebracht oder in der Ehe erworben werden, anzuraten. Das während der Ehe erworbene Vermögen, teilt sich in eheliches Gebrauchsvermögen – also in beweg- liche oder unbewegliche körperliche Sachen, die während aufrechter ehelicher Lebensgemeinschaft dem Gebrauch beider Ehegatten dient – und in eheliche Ersparnisse – also Wertanlagen aller Art, die die Ehegatten während aufrechter ehelicher Lebensgemeinschaft angesammelt haben und die ihrer Art nach üblicherweise für eine Verwertung bestimmt sind, so beispielsweise Bargeld, Sparbücher, Bausparverträge, Kunstgegenstände, Wertpapiere – auf. Sofern Sie die gesetzlichen – und teilweise sehr abstrakten – Regelungen des Ehegüterrechtes oder die ge- setzlichen Scheidungsfolgen auf Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen wollen, haben Sie die Möglichkeit ihrer Ehe durch einen Ehevertrag eine andere vertragliche Grundlage zu geben. Mit einem Ehevertrag soll Klarheit geschaffen werden, wie die Situation zum Zeitpunkt der Aufnahme der Ehe war und welche Güter und Ersparnisse in die Ehe von den Ehepartnern eingebracht wurden. Mit einem Ehevertrag können die Ehegatten bereits vorweg vereinbaren, wie die ehelichen Ersparnisse im Fall einer Scheidung aufzuteilen sind. Es kann entweder eine bestimmte Rangordnung der Aufteilung getroffen werden oder auf die Aufteilung im Voraus ganz oder teilweise verzichtet werden. Auch eine Regelung über das eheliche Gebrauchsvermögen ist mit Eheverträgen möglich, wobei auch vorweg Vereinbarungen über die Nutzung der Ehewohnung erfolgen können, soweit der andere Ehegatte oder ein gemeinsames Kind seine Lebensbedürfnisse nicht hinreichend decken kann oder eine deutliche Verschlechterung seiner Lebensverhältnisse dadurch hinnehmen müsste. Es wird dabei von Unzumutbar- keitsgründen, die die Einhaltung einer derartigen Vereinbarung nicht möglich macht, gesprochen. Für Eheverträge sind spezielle Formvorschriften Gültigkeitsvoraussetzung. Wie bereits diese überblicksweise Darstellung zeigt, hat die Ehe weitreichende rechtliche (und allenfalls auch steuerrechtliche) und auch persönliche Auswirkungen auf den weiteren Lebensweg der Ehepaare. Ein optimaler rechtlicher „Rahmen” kann unliebsame Rechtsfolgen und Streitigkeiten vermeiden, weshalb Sie sich für nähere Informationen an eine rechtsfreundliche Vertretung wenden sollten. 43 :: Hochzeitsfibel Steiermark ::

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