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Hochzeitsfibel Steiermark - Vom Aufgebot bis zur Zeremonienplanung - Zusätzliche Informationen

Zusätzliche Informationen Frühere Ehen Sollte ein früherer Ehepartner bereits verstorben sein, kann der Hinterbliebene erneut kirchlich heiraten. Für geschiedene Katholiken gibt es mehrere Dinge zu beachten: a) Wurde die frühere Ehe nur standesamtlich – also nicht auch kirchlich – geschlossen, war diese Ehe aus der Sicht der katholischen Kirche ungültig. Um nun den neuen Partner kirchlich heiraten zu können, braucht es vom Bischof eine sogenannte „Ehenichtbestandserklärung”. Diese wird über das Pfarramt beim Bischof angesucht. b) Wurde die frühere Ehe auch kirchlich geschlossen, ist diese aus der Sicht der Kirche noch aufrecht, da die kirchliche Ehe unauflöslich ist und es daher keine kirchliche Scheidung gibt. In diesem Fall kann unter bestimmten Voraussetzungen überprüft werden, ob die erste kirchliche Trauung gültig war oder nicht. Das wird im sogenannten „Annullierungsverfahren” festgestellt. c) Manche Katholiken haben anlässlich der zweiten standesamtlichen Trauung den Wunsch, in einer Kir- che, Kapelle oder einem anderen Ort, der ihnen wichtig ist, zu beten. Auch die Kirche hat die Pflicht für Wiederverheiratete zu beten und sie zu stärken, denn niemand, der eine zweite Ehe eingeht, ist deswegen aus der kirchlichen Gebetsgemeinschaft ausgeschlossen. So besteht die Möglichkeit zu einer Andacht, die dem individuellen Fall angemessen ist. Eine solche Feier darf jedoch keinesfalls mit einer sakramentalen Eheschließung, also einer kirchlichen Trauung verwechselt werden. Die Seelsorger, an welche dieser Wunsch herangetragen wird, müssen sehr aufmerksam und sensibel vorgehen, um zum Beispiel nicht den früheren Partner oder die Kinder aus der ersten Ehe zu verletzen. Ehehindernisse Es sind auch Gegebenheiten möglich, unter denen die Kirche möglicherweise keine Zustimmung zu einer kirchlichen Trauung gibt. Sollte Ihnen unter den folgenden angeführten Punkten einer auffallen, der möglicherweise auf Sie zutrifft, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Seelsorger. Mit ihm können Sie im Detail darüber sprechen und auch abklären, ob es die Möglichkeit zum „Dispens” (= amtliche Befreiung von einem Verbot) gibt. • Eheband – wenn eine früher geschlossene Ehe kirchenrechtlich noch besteht • Mangelndes Alter • Religionsverschiedenheit – betrifft die Eheschließung zwischen Getauften und Ungetauften oder auch aus der Kirche Ausgetretenen • Heilige Weihe – wenn Sie Priester oder Diakon sind • Impotenz – diese muss jedoch als Hindernis „absolut” im Sinne von unumkehrbar und vollkommen sein und ist somit meist nur schwer nachweisbar. • Blutsverwandtschaft – bis in den vierten Grad (Cousin, Cousine, Onkel, Tante, Neffe, Nichte...) • Schwägerschaft in erster Linie • Gesetzliche Verwandtschaft durch Adoption in gerader Linie oder im zweiten Grad der Seitenlinie • Adoption • Öffentliche Ehrbarkeit – gewünschte Heirat mit einem Elternteil oder dem Kind eines früheren Partners :: 54 :: Hochzeitsfibel Steiermark

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