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Hochzeitsfibel Steiermark - Vom Aufgebot bis zur Zeremonienplanung - Die evangelische Trauung

Die Evangelische Trauung Was bedeutet es, kirchlich zu heiraten? Niemand ist heute aus „moralischen” Gründen mehr genötigt, eine Ehe einzugehen. Dadurch hat die Hochzeit eine andere Qualität bekommen als früher. Sie ist nun ein bewussterer Schritt. Am Anfang existiert ja für Liebende meist nur die Gegenwart. Irgendwann aber kommt in einer Beziehung auch die Perspektive der Zukunft in den Blick. Wenn in einem Paar der Wunsch wächst, Freud und Leid langfristig miteinander zu teilen, ggf. eine Familie zu gründen, und wenn sich die beiden sogar vorstellen können, miteinander alt zu werden..., dann ist wohl der Zeitpunkt gekommen, um in aller Form auch öffentlich zueinander „Ja” zu sagen. Für die Evangelische Kirche ist der rechtsverbindlich-gültige Akt der Eheschließung die Trauung am Stan- desamt. Doch erst die kirchliche Feier danach füllt den nüchternen „Vertrag” mit konkretem spirituellem Inhalt. Vor allem zwei Momente sind dabei von großer Bedeutung: • Das Paar erbittet mit der kirchlichen Trauung die Hilfe Gottes für die Zukunft und wird ganz persönlich für seinen gemeinsamen Lebensweg gesegnet. • Die beiden versprechen einander, dass sie in Liebe und Respekt miteinander umgehen („Ich will dich lieben, achten und ehren...”) und dass sie bereit sind, mit Gottes Hilfe tatsächlich durch dick und dünn miteinander zu gehen („...und in Treue zu dir stehen in guten wie in schweren Tagen”). Beides ist keine absolute Garantie für das Gelingen der Ehe. Aber es ist ein tragfähiges Fundament, das nicht mehr täglich neu hinterfragt zu werden braucht, sondern auf dem sich mit viel Kreativität nun gut an der Beziehung weiterbauen lässt. Was ist zu tun, um die Trauung in die Wege zu leiten? Vor allem ist wichtig, so früh wie möglich einen Termin in der Kirche zu reservieren und auch mit der betref- fenden Pfarrerin bzw. mit dem betreffenden Pfarrer den Termin abzusprechen. Grundsätzlich zuständig ist zunächsteinmaljenesPfarramt,indessenBereicheinerderbeiden(evangelischen)PartnerseinenWohnsitz hat.WirdeineandereKirchegewähltodereinandereralsderzuständigePfarrergewünscht,musstrotzdem vom Wohnsitzpfarramt eine sogenannte „Delegation” eingeholt werden. Mit dem trauenden Pfarrer (der trauenden Pfarrerin) wird dann der Termin für ein Traugespräch vereinbart, das üblicherweise vier bis sechs Wochen vor der Hochzeit stattfindet. Dabei kann der genaue Ablauf der Trauung besprochen werden. Für das Traugespräch sollten Sie sich zwei bis drei Stunden Zeit nehmen. Einen eigenen „Ehe-Vorbereitungs- Kurs” gibt es bei rein evangelischen Trauungen derzeit nicht. Welche Dokumente werden benötigt? Zum Traugespräch bringen Sie bitte folgende Dokumente mit: Geburtsurkunden, Taufscheine, ggf. Delega- tion des Wohnsitz-Pfarramtes, Zeit und Ort der standesamtlichen Eheschließung sowie die Personaldaten der Trauzeugen. Superintendent Mag. Hermann Miklas :: 56 :: Hochzeitsfibel Steiermark

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