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Hochzeitsfibel Steiermark - Vom Aufgebot bis zur Zeremonienplanung - Einer der Partner ist nicht evangelisch - was nun? Können Geschiedene nochmals kirchlich heiraten?

Einer der Partner ist nicht evangelisch – was nun? Für eine evangelische Trauung ist es notwendig, dass zumindest einer der beiden Partner der Evangelischen Kirche angehört. Ist der andere Partner konfessionslos oder Angehöriger einer anderen (nicht-christlichen) Religion,istdieevangelischeTrauungnurmöglich,wennsichdernicht-evangelischePartnerausdrücklichmit der kirchlichen Trauung einverstanden erklärt; niemand kann und darf gegen seinen Willen dazu gezwun- gen werden. Gehört der nicht-evangelische Partner aber einer anderen christlichen (z.B. der Katholischen) Kirche an, gibt es mehrere Möglichkeiten: • Trauung unter Mitwirkung von Geistlichen beider Kirchen (in diesem Fall ist zu entscheiden, ob die Trau- ung grundsätzlich nach evangelischem oder nach katholischem Ritus vollzogen werden soll; für beide Formen gibt es seit mehreren Jahrzehnten verbindliche Vorlagen) • Rein evangelische Trauung mit Dispens des Ordinariates der Römisch-Katholischen Kirche (die Trauung wird damit auch als katholisch „gültig” anerkannt) • Rein evangelische Trauung ohne Dispens (die Ehe wird in diesem Fall von der Katholischen nicht als gültig anerkannt) Im Einzelfall können ggf. noch manche Details zu klären sein, bitte tun Sie das im persönlichen Gespräch; alle Eventualitäten hier anzuführen, würde zu weit führen. Für gemischt-konfessionelle Brautpaare werden in der Steiermark fallweise eigene Begegnungs-Wochenende angeboten. Ähnlich verhält es sich mit Ange- hörigen der Anglikanischen Kirche; mit den Orthodoxen Kirchen sind Übereinkünfte in Vorbereitung, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht in Geltung. Können Geschiedene nochmals kirchlich heiraten? In allen christlichen Kirchen gilt die Ehe als lebenslange, unauflösliche Verbindung („...bis der Tod uns schei- det” bzw. „...solange du lebst”). Doch ist es nun einmal Realität, dass Ehen auch scheitern können. Sehr oft übrigens an einer zu hohen Erwartungshaltung gegenüber dem Partner. Am Zerbrechen einer Ehe ist also seltennureinerallein„schuld”,meistbringensichdiebeidenPartnergegenseitigineineimmerauswegloser werdende Situation. Professionelle Hilfe durch Eheberater oder Seelsorger, rechtzeitig in Anspruch genom- men,kannmituntererstaunlicheEinsichtenzuTagefördernundineinerscheinbarverfahrenenLagewieder neue Impulse geben. Wie allerdings damit umzugehen ist, wenn eine Ehe doch endgültig gescheitert ist, darin unterscheiden sich die verschiedenen Kirchen erheblich. Nach evangelischem Verständnis kann jede Schuld vergeben werden und soll jeder, der schuldig geworden ist, auch die Chance zu einem Neuanfang erhalten. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es daher möglich, dass auch Geschiedene wieder kirchlich heiraten können. Dies ist jedoch weder ein Automatismus, noch ein „einklagbares Recht”, sondern der seelsorgerlichen Entscheidung der Pfarrerin bzw. des Pfarrers vorbehalten. :: 58 :: Hochzeitsfibel Steiermark

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