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Kulturschätze und Naturschönheiten 2013

Zisterzienserstift Lilienfeld Lilienfeld liegt etwa 25 km südlich von St. Pölten. Im Jahr 1202 stiftet Leopold VI., Herzog von Österreich und der Steiermark, „zur Ehre Gottes und zur Ehre der heiligen und glorreichen Got- tesgebärerin Maria“ die Zisterzienserabtei Lilienfeld. Mönche aus dem Zisterzienserkloster Heiligenkreuz besiedeln die Neugründung. Ende Juni 1217 bricht Herzog Leopold VI. mit einigen Ministeri- alen von Lilienfeld auf, um sich dem Kreuzfahrerheer von König Andreas II. von Ungarn anzuschließen. Dem Stift schenkt er nach seiner Rückkehr eine kostbare Kreuzreliquie, die heute noch verehrt wird. Das Stift bewahrt ein Siegel auf, das als frühester Nachweis des österreichischen Bindenschilds (rot-weiß-rot) gilt. Wie in anderen Klöstern werden auch in Lilienfeld während des Mittelalters zahlreiche Handschriften abgefasst. Es entsteht im 14. Jahrhundert die „Concordantiae Caritatis“, eine kostba- re Handschrift mit zahlreichen bildlichen Darstellungen. Der mittelalterliche Klosterbau gehört dem Übergangsstil von der Romanik zur Gotik an und trägt die Merkmale des Zisterzienser­ ordens, dessen Programm die Verwirklichung der ursprünglichen Strenge und Einfachheit der Benediktinerregel war. Typisch zisterziensisch sind die Anordnung der Klostergebäude um den Kreuzgang, die Chorausbildung und das Abfangen der geglie- derten Pfeiler durch Konsolen. Lilienfeld besitzt den größten mittelalterlichen Zisterzienserkreuzgang Österreichs und die größte Kirche Niederösterreichs. 1976 ist das Stift Lilienfeld Ort einer erfolgreichen niederöster- reichischen Landesausstellung. Das Thema dazu lautet: „1.000 Jahre Babenberger in Österreich“. Ebenfalls 1976 verleiht Papst Paul VI. der Stiftskirche den Titel einer Basilika. Zur Klosterge- meinschaft gehören 26 Patres. Als Zisterzienser leben sie nach der Regel des heiligen Benedikt. Dem Stift Lilienfeld sind 19 Pfarren inkorporiert: • in der Diözese Eisenstadt: Klostermarienberg; • in der Diözese St. Pölten: Annaberg, Eschenau, Josefsberg, Kaumberg, Lehenrotte, Lilienfeld, Loiwein, Mitterbach, Ober- meisling, Ramsau, Stratzing, Traisen, Türnitz, Wilhelmsburg; • in der Erzdiözese Wien: Radlbrunn, Retzbach, Unterdürnbach, Unterretzbach. Das Haus erkunden Führungen: wochentags um 10.00 und 14.00 Uhr an Sonn- und Feiertagen um 14.00 Uhr und nach Vereinbarung Beim Kloster speisen Stiftsgasthaus „Kellerstüberl“ Tel. (02762) 52 033 Gott nahe sein Im Stift werden gerne Gäste beherbergt, die die Atmosphäre der Stille mittragen und an den Gebetszeiten teilnehmen wollen. Eucharistiefeiern: Sonn- und Feiertage um 19.00 Uhr (Winter 18.00 Uhr) des Vorabends, 9.00 Uhr, 10.00 Uhr; Wochentage: 6.45 Uhr Stundenliturgie: Sonn- und Feiertage 6.45 Uhr Laudes, 18.00 Uhr Vesper; Wochentage: 6.15 Uhr Laudes, 18.00 Uhr Vesper Zisterzienserstift Lilienfeld 3180 Lilienfeld, Klosterrotte 1 Tel. (02762) 52 420, Fax (02762) 52 420-13 E-Mail: pforte@stift-lilienfeld.at | Web: www.stift-lilienfeld.at Kulturschätze & Naturschönheiten – Niederösterreich 31

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