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Kulturschätze und Naturschönheiten 2013

Biosphäre heißt nichts anderes als Lebensraum. Mit dem Prä- dikat Biosphärenpark zeichnet die UNESCO besonders wertvolle Lebensräume aus. Sie alle sind Teil eines internationalen Netz- werkes – derzeit gibt es weltweit 610 Biosphärenreservate in 117 Ländern. In Biosphärenparks geht es um den Schutz der biologischen Vielfalt ebenso wie um die nachhaltige Entwick- lung der Region. Die Menschen sind eingeladen, am Schutz und an der Entwicklung ihres Lebensraumes aktiv mitzuwirken. Drei Zonen – Kernzone, Pflegezone und Entwicklungszone – bilden die Grundlage für den Erhalt der natürlichen Vielfalt und für nachhaltige regionale Entwicklung. Die Kernzonen dienen dem klassischen Naturschutz. Hier kann sich die Natur (beinahe) ohne menschlichen Einfluss entfalten. Zwischen Kern- und Entwicklungszone liegt die Pflegezone mit natur- nah genutzten Lebensräumen. Wiesen, Weiden und naturnahe Wälder gehören dazu. In dieser Zone besteht eine erstaunliche Artenvielfalt, die durch umweltverträgliche Wiesen-, Weide- und Waldwirtschaft erhalten bleibt. Die Entwicklungszone ist der Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung und umfasst auch die Siedlungsgebiete. Ziel ist es, nachhaltige Wirtschaftsweisen zu erproben, die den Ansprüchen von Mensch und Natur gleichermaßen gerecht werden. Dazu zählt beispiels- weise ein umwelt- und sozialverträglicher Tourismus oder die Erzeugung und Vermarktung nachhaltiger Produkte. Die Biosphärenparks Großes Walsertal, Wienerwald, Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge: Modellregionen für nachhaltige Entwicklung Das Große Walsertal: Ein Naturjuwel mitten in den Bergen Das Große Walsertal ist ein Tal der Gegensätze und ein wah- res Naturjuwel. Der höchste Gipfel – die Rote Wand – ragt 2.704 m empor und bietet gemeinsam mit 39 weiteren Gipfeln, 47 bewirtschafteten Almen und 230 km markierten Wander- wegen Gelegenheit zu ausgedehnten Wanderungen in einer beeindruckenden Landschaft. Das Tal wurde im 13. Jahrhundert durch die Walser aus dem Schweizer Wallis besiedelt, ihre Streu- siedlungen prägen noch heute die Kulturlandschaft. Öko-Energie aus der Region Die etwa 3.400 Menschen im Großen Walsertal sehen den Bio- sphärenpark als Chance, die natürliche Vielfalt zu erhalten und Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu setzen. Energieef- fizienz und regionale Energieerzeugung werden großgeschrie- ben. Ökoenergie-Exportregion zu werden, lautet das ehrgeizige Ziel. Dies soll mit Elektromoped-Testwochen für Jugendliche, Pendlerfahrgemeinschaften mit Elektroautos, der Großwal- sertaler Energiemeisterschaft und vielen weiteren Aktionen erreicht werden. Für regionales Bauen nach Öko-Kriterien setzt sich die Handwer- ker-Kooperative Bergholz ein. Die Vermarktung hochwertiger Endprodukte aus regionalem Holz bringt Wertschöpfung und sichert qualifizierte Arbeitsplätze im Tal. Kräuterduft und Schwefelbrunnen Mit dem köstlichen Bergkäse Walserstolz, dem duftenden Berg- tee, regionalem Kunsthandwerk und den Kräuterprodukten der Alchemilla Kräuterfrauen gibt es eine Fülle an hochwertigen regionalen Produkten, die Botschafter für das Große Walsertal sind. Biosphärenpark Partnerbetriebe, Themenwege, das Bio- sphärenpark Sommerprogramm oder das innovative Freiluft- Badesystem „Schwefelbrunnen Buchboden“ bieten Gästen Ge- legenheit, die Natur und Kultur im Großen Walsertal auf ganz besondere Weise zu erleben. Die Biosphärenpark-Anerkennung im Jahr 2000 ist eine Heraus- forderung. Die Menschen im Großen Walsertal nehmen diese aktiv an. Gemeinsam gehen sie neue Wege für eine enkeltaug- liche Zukunft. Infos unter: www.walsertal.at Kulturschätze & Naturschönheiten 4

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